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Schlagwort: Feminismus

Der Preis der Liebe

„Ich sehe mein Kind nicht als Arbeit. Ich sehe mein Kind als Wunder, Geschenk und als über mich hereingebrochenes Glück“ so formulierte es kürzlich die Schriftstellerin Mirna Funk auf ihrem Instagram-Kanal. Daher würde sie es auch niemals als „unbezahlte Reproduktionsarbeit“ bezeichnen. Wer dies dennoch wagt, beispielsweise auf Twitter mit dem Hashtag #CoronaElternRechnenAb und symbolische Rechnungen…

All Care statt Equal Care

Warum Geschlechterrollen nicht das Problem sind Anlässlich des kommenden Equal Care Day´s am 29.02.20 und der zugehörigen Konferenz in Bonn, an der ich auch teilnehmen werde, möchte ich auf ein Missverständnis zum Thema „Care-Arbeit“ aufmerksam machen. Klar ist: Nicht etwa Lohnunterschiede sind hauptsächlich für die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verantwortlich, sondern die ungleiche Verteilung…

Der feministische Vaterkomplex

Zur Integration der „befreiten“ Frau in das patriarchale System   Im Radio eines Jugendsenders ging es kürzlich im Rahmen der ARD-Themenwoche um Gerechtigkeit. Dort haben sich Hörerinnen darüber beklagt, wie ungerecht es sei, dass nur Frauen Kinder bekämen und die Schmerzen der Geburt ertragen müssten. Hierauf ließ man einen Reporter an einen Wehen-Simulator anschließen, welcher…

Kinderfreiheit

Freie Kinder, statt kinderfrei Seit einiger Zeit geistert wieder so ein Buch durch die sozialen Medien, das die Gemüter stark erhitzt. Es heißt: „Kinderfrei statt kinderlos – ein Manifest“ von Verena Brunschweiger. Dort plädiert die Lehrerin dafür, der Umwelt zuliebe, keine Kinder zu bekommen. Darüber hinaus habe sie sich aus philosophischen Gründen, gegen Kinder entschieden.…

Die Reform des Paragrafen 219A

Ein Kommentar Derzeit bestimmt wieder ein hochemotionales Thema Politik und Medien : Der Paragraf 219a. Er sieht ein Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche vor. Gestern wurde im Deutschen Bundestag eine Reform beschlossen, die es Ärzten erlaubt, über Abtreibungen zu informieren. Kritiker wollten den betreffenden Paragrafen ganz abschaffen. Natürlich sollte jede Frau selbst über ihren Körper bestimmen dürfen.…

Mütter zwischen Liebe und Reue


Als die israelische Soziologin Orna Donath im April 2015 ihre Studie zur bereuten Mutterschaft veröffentlichte, traf sie offensichtlich einen gesellschaftlichen Nerv. Insbesondere in Deutschland führten ihre Ergebnisse zu einer intensiven und langanhaltenden Debatte. Unter dem Hashtag #regrettingmotherhood meldeten sich in den sozialen Medien zahlreiche Frauen zu Wort, die durch die Debatte zum Thema Reue eine Möglichkeit sahen, über ihre ambivalenten Gefühle in Bezug auf ihre Mutterschaft zu sprechen.