Mütter müssen nicht alle Erwartungen erfüllen

Mein Beitrag zur Blogparade „Was strärkt dich gerade?“ zum Weltfrauentag 2022

Eigentlich hätte ich diesen Beitrag schon längst schreiben wollen. Doch gerade saßen wir nach langer Zeit mal wieder alle zusammen zu Hause in Isolation, weil uns das Coronavirus nun doch erwischt hat. Diese Flexibilität ist oft eine Herausforderung. In unvorhersehbaren Zeiten, in denen morgen schon wieder alles anders sein könnte, als heute, sind Mütter besonders gefordert. Sie sind es nach wie vor, die die Familienplanung in der Hand halten und gleichzeitig auch eigene Berufs- und Karrierewünsche verfolgen. Schon in „normalen“ Zeiten war die Verbindung dieser zwei Ebenen ein Drahtseilakt, der viel organisatorisches Talent verlangte. Es funktioniert, so lange jedes Rädchen ineinander greift. Doch als das Coronavirus in die Welt kam, sprengte es nicht nur gesundheitliche Systeme, sondern auch das dünne Eis der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Folge waren Mütter am Limit. In Zeiten des Lockdowns sank die Lebenszufriedenheit von Müttern messbar

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, während Väter kaum betroffen waren. Es gab Berichte von weinenden Müttern, die auf dem Küchenfußboden lagen und nicht mehr konnten. Die Maßnahmen trafen vor allem berufstätige Mütter mit kleinen Kindern, die Homeoffice, Kinderbetreuung und Homeschooling irgendwie unter einen Hut bringen mussten.

Was mich mit zwei kleinen Kindern damals einigermaßen unbeschadet davon kommen ließ, war meine Einstellung zu dem, was die Gesellschaft von mir erwartete. Ich stellte mich ganz bewusst gegen die Erwartung, alles alleine bewältigen zu können. So fuhr ich zum Schutz meiner psychischen Gesundheit und die meiner Kinder, mein Berufsleben fast vollständig zurück. Natürlich hatte das wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen für mich. Es warf mich mindestens ein Jahr in meiner Planung zurück. Trotzdem war es kein verlorenes Jahr. Wir haben es oft genossen, keine Termine einhalten zu müssen. Während der Hochphasen der Pandemie hatten wir sehr viel Familienzeit, die wir in Ausflüge investierten. Wie gut, dass wir unsere Zeit auch vorher schon am liebsten draußen in der Natur verbrachten. Auf diese Weise hatte das Coronavirus kaum Einfluss auf unsere Freizeitgestaltung. Außer diesem, dass wir nun mehr davon machen konnten. Gleichzeitig war das Aufeinanderhocken manchmal sehr sehr anstrengend. Der Grad zwischen Überforderung und Entspannung durch die Corona-Maßnahmen war allgemein kleiner, als man annehmen möchte.

Für Mütter enden die Belastungen allerdings nicht einfach mit dem Wegfall der Maßnahmen. Erst vor wenigen Tagen kündigte die Komikerin und junge Mutter Hazel Brugger an, sich eine Auszeit zu nehmen, weil sie das Touren mit Baby und „durchstückeltem Schlaf“ unterschätzt habe. In ihrem Tweet schreibt sie: „An alle jungen Mütter, die sich im letzten Jahr gefragt haben: „Wie schafft Hazel das nur alles? Ist das nicht zu viel?“ Ich habe es nicht geschafft und es war zu viel und vor allem: es hat mir keinen Spaß mehr gemacht und das kann´s doch eigentlich nicht sein. Als Mutter ist es mir wichtiger denn je, meinem Kind vorzuleben, dass das Leben lebenswert ist.“  Was ist auch feministisch daran, sich kaputt zu arbeiten? Passend dazu fragte Teresa Bücker kürzlich in ihrer lesenswerten Kolumne, ob es radikal sei, ein Recht auf Erholung zu fordern. Dort gibt sie zu, dass sie vor einiger Zeit noch verwundert darüber war, dass Mütter ihren Job freiwillig kündigten, weil Familie, Job und Pandemie ihnen gleichzeitig unmachbar erschienen. Inzwischen würde sie sich ein paar Monate berufliche Pause gönnen, wenn sie es sich leisten könnte. Auch Kinder hätten dadurch deutlich entspannter und gesünder durch diese Zeit kommen können. Grundsätzlich dürfte nichts daran verwerflich sein, auf Selbstfürsorge und Psychohygiene zu achten. Das Ding ist nur: auf den (teilweise sehr hohen) Kosten dafür, bleiben allein die Mütter hängen.

Müttern die Wahl zu lassen, sich zwischen Altersarmut und Burnout zu entscheiden, ist pervers. Deswegen brauchen wir gesellschaftliche Strukturen, die Mütter oder andere Familienmitglieder nicht dafür bestraft, wenn sie sich um das eigene Wohlergehen und das der Familie kümmern. Es hätte auch in der Coronapandemie eine politische Lösung für jene geben müssen, die aus familiären Gründen beruflich kürzer treten mussten. Es kann nicht sein, dass wir als Gesellschaft alle Lasten des Lockdowns auf Mütter abwälzen, denen wir es zum großen Teil verdanken, dass unser System nicht zusammen gebrochen ist. Mit dem Zurückfahren des öffentlichen Lebens, hätte auch der gesellschaftliche Leistungsdruck zurück gefahren werden müssen. Wir brauchen zudem einen Konsens darüber, dass das psychische Wohl der Fürsorgetragenden eine wichtige gesellschaftliche Voraussetzung ist. In der Erschöpfung der Mütter, zeigt sich nicht zuletzt auch die Erschöpfung der gesamten Gesellschaft. Bücker schreibt, der Kapitalismus säge damit am Ast, auf dem er sein Nest gebaut hat. Sie plädiert schließlich für ein Recht auf Erholung, nicht nur für Eltern, sondern für alle Menschen und die Natur: „Ein Pakt, in dem ein neues Gesellschaftsverständnis echte Erholung, psychische Gesundheit und genug Zeit füreinander nicht als Luxus versteht, sondern als Voraussetzung, um mit einer Krise abschließen und mit genug Kraft etwas Neues beginnen zu können.“

Ein guter Anfang dafür ist, sich einzugestehen, nicht alle Erwartungen und Anforderungen erfüllen zu können. Nicht alles gleichzeitig schaffen zu müssen und sich Pausen zu gönnen. Mütter leisten enorm viel, sie müssen sich das nicht durch einen Burnout beweisen. Selbstbestimmung fängt bei uns selbst an und nicht bei jenen, die uns unterdrücken.

Eure Aura

https://mutter-und-sohn.blog/2022/03/20/blogparade-was-staerkt-dich-gerade/#more-14143

 

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